Das Werk „Curling“ (übersetzt: “Einrollen”) untersucht den Zustand einer Person in der Migration – einen Zustand zwischen Orten, Identitäten und dem Gefühl der Zugehörigkeit. Der gekrümmte Körper vermittelt innere Anspannung und Desorientierung: Der Körper bewegt sich weiter und handelt, während der Geist noch nicht ganz begriffen hat, was gerade geschieht. Das Raster hinter der Figur bleibt mehrdeutig – öffnet es sich oder schließt es sich?

Öl auf Leinwand, 100 × 90 cm, 2026
Bildbeschreibung
Die Beschreibung wurde von den Kurator:Innen nachträgtlich hinzugefügt und ist keine Beschreibung der Künstlerin.
Das Gemälde ist mit Ölfarben gemalt. Das Bild zeigt eine abstrakte Figur in braun-orangen Farbtönen auf dunkelblauem Hintergrund. Die Figur ist gekrümmt und in surreale Proportionen gemalt und wirkt in das Bild gequetscht. Der Kopf der Figur ist oben links, der Rücken geht in die obere rechte Ecke, ein Bein streckt sich quer über das Bild nach links unten, das andere Bein wird zusammengestaucht und der Fuß endet unten rechts im Bild. Das langgezogene Gesicht hat schwere Augenlider und wirkt erschöpft und der Mund lächelt nicht. Das Gesicht schwebt leicht über den zusammengekrümmten Händen. Die Hände sind langgezogen und wirken eher wie Klauen als Finger. Aus dem Rücken sind einzelne Wirbel zu sehen. An den Gelenken am ganzen Körper sind rote Farbtupfer, die den Eindruck erwecken, als würden sie schmerzen. Die Gelenke wirken außerdem knollig und geschwollen. Hinter der Figur ist in grauer Farbe eine Form, die aussieht wie ein Käfiggitter und eine geschwungene Form mit Punkten und einem Ring, die wie eine Kette in einem Zoo wirken.
Geteilte Fäden – Ausstellung 2026
Vom 9. bis 11. Oktober wurde in Fürstenberg (Havel) in Brandenburg im Oktober 2026 im Rahmen der Ausstellung „Common Threads“ (Geteilte Fäden) präsentiert. Die Ausstellung ist eine Sammlung von Werken von Künstler*innen und Kollektiven aus Ukraine, Moldova, Belarus und Deutschland. Einige davon sind während unserer Bildungsreise nach Moldova im April 2026 im Rahmen des Projekts „Decolonizing Cultures of Remembrance“ entstanden.