Abschlusswochenende “Decolonising Cultures of Remembrance”

9.–11. Oktober, Fürstenberg (Havel) ///Als Abschlussveranstaltung des Projekts „Decolonising Cultures of Remembrance“ laden wir euch zu einem Wochenende mit Ausstellung, Workshops und Spaziergängen in Fürstenberg/Havel, Brandenburg, eine Stunde nördlich von Berlin ein./// Eröffnung am 9. Oktober, 18 Uhr
Geteilte Fäden - Ausstellung und Austausch - Erinnerungskulturen im Wandel

9.-11. Oktober – in Fürstenberg Havel

Zum Abschluss von “Decolonising Cultures of Remembrance” laden wir euch ein nach Fürstenberg/Havel (Brandenburg, auf der Strecke zwischen Berlin und Rostock). Ein Wochenende mit Ausstellung, Workshops, Gesprächsrunden und Zeit zu feiern.

Ausstellung Eröffnung // Tour mit Einführung

Freitag, 9. Oktober, 18.00 Uhr – Geteilte Fäden. Eine Ausstellung zu Erinnerungskulturen im Wandel mit Arbeiten aus Belarus, Moldova, Ukraine und Ostdeutschland

  • was: Eröffnung der Ausstellung mit kurzer Einführung, Snacks und Getränken
  • wann: Freitag, 9. Oktober, ab 18 Uhr
  • wo: Verstehbahnhof Fürstenberg, Bahnhofstraße 31, Fürstenberg/Havel (direkt im Bahnhof)
  • mit: Educat Bildungskollektiv und Projekt-Partner:Innen
  • Sprache: Englisch mit deutscher Simultan-Übersetzung
  • Anreise: mit dem Zug aus Rostock oder Berlin (Schienenersatzverkehr, Dauer 2 Stunden)


Die Ausstellung ist eine Sammlung von Werken von Künstler*innen und Kollektiven aus Ukraine, Moldova, Belarus und Deutschland. Einige davon sind während unserer Bildungsreise nach Moldova im April 2026 im Rahmen des Projekts „Decolonizing Cultures of Remembrance“ entstanden. Nach einer Einführung und Präsentation der Werke bleibt Zeit, die Ausstellung zu erkunden. Einige der Künstler*innen werden anwesend sein und stehen für Gespräche zur Verfügung. Für kostenfreie Getränke und Häppchen ist gesorgt.

Nach der offiziellen Eröffnung folgt eine Veranstaltung mit Solidarity Collectives (Ukraine).

Die Ausstellung ist geöffnet (Eintritt frei):

  • Freitag, 09. Oktober, 18 bis 22 Uhr
  • Samstag, 10. Oktober 10 bis 18 Uhr
  • Sonntag, 11. Oktober 10 bis 18 Uhr

Der Ort auf OpenStreetMap: https://karte.openstreetmap.de/#map=16/53.186818/13.139701



Erinnerung als Waffe: Sowjetnostalgie, Desinformation und westliche Annahmen über den Krieg in Ukraine // Gespräch

Freitag, 09. Oktober, 19.30 – mit Solidarity Collectives (Ukraine)

  • was: Gespräch
  • wann: Freitag, 9. Oktober, 19.30 Uhr
  • wo: Verstehbahnhof Fürstenberg, Bahnhofstraße 31, Fürstenberg/Havel (direkt im Bahnhof)
  • Sprache: Englisch mit deutscher Simultanübersetzung

Über das Gespräch

In den letzten Jahren haben verzerrte Vorstellungen von Antimilitarismus und Antiimperialismus zu Angriffen auf diejenigen geführt, die sich gegen imperiale Aggression wehren. Sowjetnostalgie wurde und wird genutzt, um die russische Invasion in der Ukraine und die von der russischen Armee begangenen Kriegsverbrechen zu rechtfertigen.

Kurz gesagt: Gemeinsam mit Solidarity Collectives (Ukraine) reden wir darüber, wie Vorstellungen von Krieg und Antiimperialismus missbraucht werden können, um Russlands Invasion in Ukraine zu rechtfertigen. Und was Solidarität für diejenigen bedeutet, die direkt vom Krieg betroffen sind.

Wir werden die Erfahrungen der modernen ukrainischen Linken diskutieren, die sich mit Sabotage und Verleumdungskampagnen auseinandersetzen muss, während sie sich für internationale Unterstützung einsetzt. Wir werden auch darüber sprechen, wie Antimilitarismus und Antiimperialismus ihre Bedeutung verlieren und zur Legitimierung von Krieg missbraucht werden können. Oft schreiben Menschen über Krieg und Kapitulation aus der Sicherheit ihrer Häuser heraus, weit entfernt von Zerstörung, Vertreibung und Gewalt.

Dieser Vortrag wird die wachsende Tendenz in Europa untersuchen, Krieg eher als abstraktes geopolitisches Thema denn als gelebte Erfahrung zu betrachten. Was bedeutet Solidarität, wenn die vom Krieg Betroffenen nicht nur Gegenstand politischer Analysen sind, sondern aktive Teilnehmer am Kampf ums Überleben und am Widerstand?

Zugangsbarrieren

  • Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten.
  • Hinweis: Wir werden über persönliche Erfahrungen sprechen, die möglicherweise auch diskriminierende oder verletzende Inhalte beinhalten. Bitte achtet auf euch selbst und aufeinander.
  • Der Veranstaltungsort: Der Eingang zum Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Die Tür zum Ausstellungsraum lässt sich weit öffnen, sodass auch dieser barrierefrei zugänglich ist. Der Zugang zur Küche führt über eine Treppe, und die Toilette ist nicht barrierefrei. Da es einen Ersatzverkehr für die Züge gibt, ist die Anreise mit dem Zug nach Fürstenberg erschwert, Teilstrecken müssen mit Bus zurückgelegt werden.

Der Ort auf OpenStreeMaps: https://karte.openstreetmap.de/#map=16/53.186818/13.139701


Spuren hinterlassen – Archivieren von Erinnerungsprojekten // Workshop

Samstag, 10. Oktober, ab 14 Uhr – mit Lukas Fuchsgruber (Wikimedia Deutschland)

  • was: interaktiver Workshop
  • wann: Samstag, 10. Oktober, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • wo: Verstehbahnhof Fürstenberg, Bahnhofstraße 31, Fürstenberg/Havel (direkt im Bahnhof)
  • Sprache: Englisch mit deutscher Simultanübersetzung

Über den Workshop


Verschwinden ist die Norm im digitalen Raum: Websites, Datenbanken und Social-Media-Konten verschwinden, wenn die Finanzierung ausläuft, Verträge enden oder Plattformen geschlossen werden. Dies trifft Projekte zum kulturellen Erbe besonders hart – Websites wie Dekoloniale.de (Berlins dekoloniales Erinnerungsprojekt, das mittlerweile keine Finanzierung mehr erhält) oder Digitalbenin.org, deren dynamische, komplexe Inhalte zu umfangreich sind, als dass automatisierte Tools wie die Wayback Machine sie angemessen erfassen könnten.

Kurz gesagt: In diesem Workshop schauen wir uns gemeinsam an, wie Kulturprojekte und Aktivist:Innen ihre Websites, Forschungsergebnisse und digitalen Archive für die Zukunft zugänglich halten können.


Dieser Workshop befasst sich damit, wie Kultur- und Forschungsprojekte – selbst mit begrenzten finanziellen oder technischen Ressourcen – ihre Inhalte für die Zukunft auffindbar und zugänglich halten können. Wir behandeln praktische, leicht umsetzbare Ansätze: Open-Data-Repositorien, Grundlagen der Webarchivierung und die Nutzung von Wikidata als gemeinsames, vernetztes Findmittel für das Internet.

Vorkenntnisse in Webarchivierung oder Datenmanagement sind nicht erforderlich – der Workshop richtet sich an Kulturschaffende und Aktivist*innen. Das Ziel ist, dass jede*r Teilnehmer*in am Ende mindestens eine kleine, konkrete Maßnahme selbst umgesetzt hat – ein Ausgangspunkt, um verschiedene Websites zusammenzuführen und digitale Archive zu vereinen.

Zugangsbarrieren

  • Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Es kann Flüsterübersetzung ins Deutsche angeboten werden.
  • Vorkenntnisse: in Webarchivierung oder Datenmanagement sind nicht erforderlich – der Workshop richtet sich an Kulturschaffende und Aktivist*innen.
  • Der Veranstaltungsort: Der Eingang zum Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Die Tür zum Ausstellungsraum lässt sich weit öffnen, sodass auch dieser barrierefrei zugänglich ist. Der Zugang zur Küche führt über eine Treppe, und die Toilette ist nicht barrierefrei. Da es einen Ersatzverkehr für die Züge gibt, ist die Anreise mit dem Zug nach Fürstenberg erschwert, Teilstrecken müssen mit Bus zurückgelegt werden.

Der Ort auf OpenStreeMaps: https://karte.openstreetmap.de/#map=16/53.186818/13.139701


Wer bekommt ein Denkmal? // Workshop

Samstag, 10. Oktober, ab 15 Uhr – mit Prismatica (Belarus)

  • was: kreativer Workshop
  • wann:Samstag, 10. Oktober, 15 bis 17 Uhr
  • wo: Alte Reederei Fürstenberg (mehr Details bekommt ihr nach Anmeldung)
  • Sprache: Englisch mit deutscher Simultanübersetzung
  • Anmeldung: Es gibt 12 Plätze. Bitte meldet euch an mit einer Mail an lilu(at)educat-kollektiv(dot)org

Über den Workshop


In diesem Workshop gestalten die Teilnehmenden kleine, alternative Erinnerungsstücke für eine persönliche Geschichte, eine Person, einen Ort, eine Beziehung oder einen Moment, an den sie sich erinnern möchten.

Kurz gesagt: Der Workshop lädt die Teilnehmer*innen dazu ein, aus Naturmaterialien kleine Gedenkstätten zu gestalten und sich dabei mit persönlichen Erinnerungen, queerer Identität, Aktivismus und der Frage auseinanderzusetzen, wie wir uns an Menschen und Geschichten erinnern.

Wir werden natürliche Materialien verwenden und gemeinsam darüber nachdenken, woran wir uns öffentlich erinnern möchten, wessen Geschichten zu Denkmälern werden und ob ein Denkmal wirklich dauerhaft sein muss, um von Bedeutung zu sein. Die anleitende Person wird eigene Erfahrungen als queere Person und Aktivistin aus Belarus teilen.

Zugangsbarrieren

  • Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Es kann Flüsterübersetzung ins Deutsche angeboten werden.
  • Hinweis: Wir werden über persönliche Erfahrungen sprechen, die möglicherweise auch diskriminierende oder verletzende Inhalte beinhalten. Bitte achtet auf euch selbst und aufeinander.
  • Der Ort: Wir treffen uns in einem Garten, der nicht vollständig rollstuhlgerecht ist. Wenn es kalt wird, können wir in ein Bistro gehen. Der Ort ist 10 bis 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt.

Der Ort auf OpenStreeMaps: https://karte.openstreetmap.de/#map=16/53.186818/13.139701


Abschluss Ausstellung // Letzte geführte Tour und Film-Screening

Sonntag, 11. Oktober, ab 18 Uhr

  • was: Abschließende Führung durch die Ausstellung, Filmvorführung und Diskussion mit kostenlosen Getränken und Snacks
  • wann: Sonntag, 11. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr
  • wo: Verstehbahnhof Fürstenberg, Bahnhofstraße 31, Fürstenberg/Havel (direkt im Bahnhof)
  • Sprache: Englisch mit deutscher Simultanübersetzung

Wir laden euch herzlich zur Abschlussveranstaltung unserer Ausstellung ein, bei der wir gemeinsam mit euch das Ergebnis unserer Arbeit feiern möchten. Initiatoren, Aktivisten und Künstler geben Einblicke in das Projekt. Lasst uns eine schöne Zeit miteinander verbringen <3!

Nach einer kurzen Ansprache findet eine letzte Führung durch die Ausstellung statt, gefolgt von einer Filmvorführung unseres moldauischen Partners „Moldox“. Ein Film handelt von Gagausien, der andere von Fragen zur möglichen Zukunft Moldawiens. Außerdem sorgen wir an diesem Abend für kostenlose Getränke und Häppchen.

Zugangsbarrieren

  • Sprache: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Flüsterübersetzung ins Deutsche ist möglich.
  • Hinweis: Wir werden über Kunstwerke und Erfahrungen sprechen, die möglicherweise auch diskriminierende oder verletzende Inhalte beinhalten. Bitte achtet auf euch selbst und aufeinander.
  • Der Veranstaltungsort: Der Eingang zum Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Die Tür zum Ausstellungsraum lässt sich weit öffnen, sodass auch dieser barrierefrei zugänglich ist. Der Zugang zur Küche führt über eine Treppe, und die Toilette ist nicht barrierefrei. Da es einen Ersatzverkehr für die Züge gibt, ist die Anreise mit dem Zug nach Fürstenberg erschwert, Teilstrecken müssen mit Bus zurückgelegt werden.

The location on OpenStreetMap: https://karte.openstreetmap.de/#map=16/53.186818/13.139701


Initiatorin

Educat – Bildungskollektiv

Educat e.V. ist ein Kollektiv von Bildungsakteuren aus Dresden, Rostock und Berlin, das sich für eine diversitätsbewusste und kritische Bildung, Erinnerungsarbeit sowie emanzipatorische und experimentelle Bildungsformate einsetzt. Gemeinsam mit zahlreichen Partner:Innen ist Educat Initiatorin von „Cultures of Remembrance“. Seit 2021 bringt das Projekt Künstler:innen und Aktivist:innen in Griechenland, der Ukraine, Moldawien, Georgien, Deutschland und Polen zusammen. Es gibt eine laufende Online-Ausstellung sowie wechselnde, kurzfristige Offline-Ausstellungen.

A Black Comic Cat sitting and looking in the camera. Underneath: Educat Kollektiv - education from below.

Projekt-Partner:Innen

Das Projekt wurde von einem riesigen Netzwerk aus Genoss:innen, Aktivist:innen, Künstler:innen und Bildungsarbeitenden getragen und inspiriert. An der jüngsten Folge von „Cultures of Remembrance“, die gemeinsam mit dem Educat Kollektiv realisiert wurde, sind Art Platforma, Human Constanta, Prismatica, Queer Cafe, der Verein Moldox und Solidarity Collectives als Hauptpartner:Innen beteiligt.